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Stadtgeschichte in Zahlen

um 1240  Bau eines Prämonstratenser Klosters in Broda am Tollensesee
1248 4. Januar. Johann I., Markgraf von Brandenburg, unterzeichnet in Spandau den Stiftungsbrief zur Gründung von Neubrandenburg und beauftragt seinen Ritter Herbord (von Raven), Siedler zu gewinnen und mit dem Aufbau der Stadt zu beginnen.
1250 Baubeginn des Franziskanerklosters.
1287 Erstmals ist ein Neubrandenburger Stadtwappen belegt.
1292 Die Herrschaft Stargard und damit Neubrandenburg kommen durch Heirat in den Besitz der Fürsten von Mecklenburg.
1298 31. August. Weihe des Hauptaltars der St. Marienkirche.
nach 1300 Beginn der Errichtung von steinernen Wehranlagen mit Stadtmauer, Toren, Türmen und Wiekhäusern.
14./15. Jh.   Blütezeit der Stadt als Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg-Stargard. Ökonomische Grundlagen sind Landwirtschaft, Handel und Handwerk. Zeichen dafür sind noch heute die vier prächtigen gotischen Stadttore.
1471 13. Juli. Mit dem Tod von Herzog Ulrich II. ist die stargardische Linie des mecklenburgischen Fürstenhauses erloschen. Die Herrschaft Stargard fällt zurück ans Gesamthaus Mecklenburg.
1621 In der Zweiten Mecklenburgischen Hauptlandesteilung entstehen die Teilherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow. Neubrandenburg gehört fortan zum Güstrowschen Landesteil.
1627 Der Dreißigjährige Krieg erreicht Neubrandenburg. Nach einer Belagerung und Einnahme der Stadt richten Kaiserliche Truppen 1631 unter der Bevölkerung ein grausames Blutbad an.
1665 Kriegsschäden und starke Überschuldung enden für Neubrandenburg  im Stadtkonkurs, der 1671 vollstreckt wird.
1676 Bei einem der größten Stadtbrände, werden nur 16 Häuser und 15 Buden verschont.
1701 Nach einer Herrschaftsteilung des mecklenburgischen Fürstenhauses gehört Neubrandenburg nun zum neu formierten Teilherzogtum Mecklenburg-Strelitz. Die Übertragung der Hauptstadtfunktion scheitert am Neubrandenburger Bürgerstolz.
1708 Neubrandenburg wird erstmals als "Vorderstadt" des ritterschaftlichen Kreises Stargard erwähnt mit Vertretungsfunktion für alle anderen Städte der Region in politischen Gremien der mecklenburgischen Staates.
2. H. 18. Jh.   Neubrandenburg wird beliebte Sommerresidenz des herzoglichen Hofes von Mecklenburg-Strelitz.
1737 24. April Ein verheerender Stadtbrand vernichtet knapp 1/3 der gesamten Wohnbebauung Neubrandenburgs (234 Wohnhäuser).
1766/67 Im Zuge seiner Reise durch Mecklenburg besucht der irische Historiker und Reiseschriftsteller Thomas Nugent (um 1700-1772) auch Neubrandenburg und berichtet darüber wenig später in einer Reihe fiktiver Briefe.
1775 Buchdruckermeister Christian Gottlob Korb (1746-1825) etabliert in Neubrandenburg sein Firmenimperium. Für fast ein halbes Jahrhundert bleibt es die einzige Buchdruckerei im Stargardischen Teil von Mecklenburgisch-Strelitz.
  Auf dem Marktplatz beginnt der Bau des herzoglichen Stadtschlosses (Palais).
1783 Zum ersten Mal erscheint eine Darstellung zur Stadtgeschichte im Druck (Gottlob v. Hacke: Geschichte der Vorderstadt Neubrandenburg).
1794 Das herzogliche Schauspielhaus wird eröffnet.
1839 Mit 6.145 Einwohnern ist Neubrandenburg größte Stadt des Landesteils Mecklenburg-Strelitz.
1850 3. Januar. Mit dem "Allgemeinen mecklenburgischen Anzeiger" (ab 1884: "Neubrandenburger Zeitung") geht die erste Neubrandenburger Tageszeitung an der Start. Bis in die 1930er Jahre hinein berichtet das Blatt, von dem das Regionalmuseum eine fast lückenlose Serie bewahrt, über das Geschehen in der Stadt.
nach 1850 Die Stadt beginnt, über den mittelalterlichen Mauerring hinauszuwachsen.
1856-1863 Fritz Reuter verlebt in Neubrandenburg seine schaffensreichsten Jahre.
1863 Die Tor- und Zollsperre wird aufgehoben.
1864 Neubrandenburg erhält Bahnanschluss.
1872 Geschichtsinteressierte Bürger gründen in Neubrandenburg das erste bürgerliche Museum der Region.
um 1890 Die Stadt am malerischen Tollensesee entwickelt sich zum beliebten Erholungs- und Ausflugsort.
1893 29. Mai. Am nördlichen Stadtwall wird das deutsche Nationaldenkmal für den niederdeutschen Dichter Fritz Reuter enthüllt.
1895 Es entsteht eine Volksbibliothek.
1900 In der Stadt leben rund 10.500 Einwohner.
1905 Eröffnung des Aussichtsturmes Behms Höhe am Tollensesee.
1945 29./30. April. Die rote Armee nimmt die Stadt ein. Vor allem durch Brandlegung werden über 80 % der historischen Altstadt zerstört, darunter alle öffentlichen Gebäude.
1946 Nach Auflösung des Kreises Stargard wird Neubrandenburg Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Neubrandenburg.
  Nach der Enttrümmerung der Stadt beginnt ab 1952 der Wiederaufbau der Innenstadt.
1952 25. Juli. Eine Verwaltungsreform macht Neubrandenburg zur kreisfreien Stadt und Bezirkshauptstadt des gleichnamigen (Verwaltungs-) Bezirkes der DDR. Zugleich bleibt Neubrandenburg Kreisstadt und Verwaltungssitz des Kreises Neubrandenburg-Land.
1958 Die Stadt hat 30.449 Einwohner.
1989 1. Oktober. Neubrandenburg wird Hochschulstandort.
1989 Herbst. Regelmäßige Friedensgebete und friedliche Demonstrationen läuten auch in Neubrandenburg die politische Wende ein.
1990 Die Neubrandenburger Bevölkerungszahl erreicht mit über 90.000 ihren historischen Höchststand und sinkt in der Folgezeit auf unter 70.000 ab.
  17. Mai. Aus dem Kreis Neubrandenburg-Land wird der Landkreis Neubrandenburg.
ab 1991 Auf dem Gelände des Kriegsgefangenen- und Internierungslagers Fünfeichen entsteht eine Gedenkstätte.
1994 12. Juni. Bei der ersten Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern geht der Landkreis Neubrandenburg im neu gebildeten Landkreis Mecklenburg-Strelitz auf. Die Stadt Neubrandenburg bleibt weiterhin kreisfrei.
1995 15.-18. September. Neubrandenburg ist als erste Stadt der neuen Bundeslänger Austragungsort des 47. Deutschen Genealogentags, der Zentralveranstaltung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e.V. (DAGV).
2001 Nach langjährigem Wiederaufbau wird die kriegszerstörten Marienkirche als KONZERTKIRCHE wiedereröffnet.
2003 Die Stadt erhält einen Autobahn-Zubringer und ist über die neugebaute A 20 erreichbar.
2005 Mit dem Neubau des Sport-Gymnasiums kann die Stadt ihre bedeutsame Rolle für die Sportförderung ausbauen.
2006 Im Mai beginnen die Vorbereitungen für eine umfangreiche Grabung auf dem mittelalterlichen Marktplatz.
Es gelang, in einer großen Spendenaktion die Mittel für Bronze-Glocken für die Konzertkirche zu sammeln. Die neuen Glocken sind Mitte Dezember erstmalig zu sehen.
2008 Die Stadt erinnert mit drei Lehrpfaden unter dem Titel „Spurensuche – Orte der Gewalt“ an Opfer der NS-Zeit und Opfer der DDR-Zeit. Ein Jahr später werden, finanziert in einer Privatinitiative, die ersten fünf Stolpersteine für jüdische Opfer gesetzt.
2009 Der Marktplatz wird nach Abschluss der Grabungsarbeiten neu gestaltet.
2011 4. September. Im Zuge der Kreisgebietsreformen 2011 wird Neubrandenburg von einer kreisfreien Stadt zur Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, des flächengrößten Landkreises in Deutschland (5.468 qkm).
  Mit der Austragung von zwei Großveranstaltungen wie dem 57. Deutschen Schützentag und dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ macht sich die Stadt bundesweit bekannt.
2012 Die Bevölkerungszahl erreicht mit 63.509 Einwohnern einen neuen Tiefststand.
2013 10. September. Nach mehrjährigen Bauarbeiten kann das Regionalmuseum im Franziskanerkloster einen neuen Ausstellungsstandort eröffnen.

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